Stachelfluff's Pflegestelle
für Gevelsberg


Was sagt Dr. Stachelfluff?
In der ehrenamtlichen Pflegestelle bei meinem Freund Thomas Ramisch finden verwaiste, kranke oder verletzte Igel ein vorübergehendes Zuhause. Hier wird sich mit viel Herzblut um die großen und kleinen Stachelkugeln gekümmert, bis sie wieder gesund in ihr gewohntes Habitat zurückkehren können.
Was wir tun
Die Arbeit in der Igelhilfe ist vielfältig und erfordert viel Geduld sowie Fachwissen. Unser Ziel ist es immer, die Tiere so schnell wie möglich wieder in die Freiheit zu entlassen.
Erstversorgung & Pflege: Aufnahme von untergewichtigen Herbstigeln oder verletzten Tieren.
Aufzucht: Intensive Betreuung von Igelsäuglingen, die ohne Muttertier gefunden wurden.
Vorbereitung auf die Freiheit: Gezielte Fütterung und medizinische Begleitung, bis die Tiere bereit für die Auswilderung sind.
Artenschutz vor der Haustür: Beratung zur igelfreundlichen Gartengestaltung, damit Gefahrenquellen minimiert werden und ein Igel sich wohlfühlen kann.
"Naturschutz fängt im Kleinen an – manchmal direkt vor unserer Nase."
Ein Leben für die Natur
Meine Arbeit ist eng mit dem Igelnetzwerk Wuppertal e.V. verknüpft. Alle Igel, die Hilfe benötigen, werden zuerst in der eigenen Pflegestelle notversorgt, um dann zeitnah in das "Igel-Krankenhaus" des Vereins in Wuppertal überführt zu werden. Dort werden die Igel vom Stachel bis zur Pfote durchgecheckt und medizinisch betreut.
Zum weiteren Päppeln oder für den gesicherten Winterschlaf kommen die Tiere anschließend entwurmt und gesund wieder zurück in meine Pflegestelle. Hier werden die Pfleglinge mit viel Liebe und Fürsorge weiter betreut. Damit entlaste ich das Igelnetzwerk Wuppertal e.V., um Plätze für andere dringende Igel-Notfälle bereitzuhalten. Sind die Igel fit und gesund, werden sie langsam kontrolliert ausgewildert.


🆘 Igel gefunden – Was tun?
Nicht jeder Igel braucht menschliche Hilfe. Oft ist gut gemeintes Eingreifen eher schädlich. Nutze diese Checkliste, um zu entscheiden, ob ein Tier unsere Hilfe benötigt:
Wann braucht ein Igel Hilfe?
Tagaktivität: Igel sind nachtaktiv. Ein Igel, der tagsüber orientierungslos herumläuft, ist immer krank, verletzt oder hungrig!
Verletzungen: Sichtbare Wunden, Blut, Fliegeneier im Stachelkleid oder sichtbare Maden sind ein Notfall! SOFORTIGE HILFE NÖTIG!
Gewicht: Ein Igel, der im Spätherbst (Anfang November) deutlich unter 500g wiegt, überlebt den Winterschlaf nicht allein. Er muss gesichert werden!
Verhalten: Das Tier wirkt apathisch, rollt sich nicht ein oder "torkelt".
Waisen: Ganz junge Igelchen, die sich außerhalb des Nestes befinden und deren Mutter nach längerer Beobachtung nicht zurückkehrt.
Erste Schritte vor Ort
Sichern: Den Igel vorsichtig mit Handschuhen oder einem dicken Tuch aufnehmen.
Wärmen: Das Tier auf eine handwarme Wärmflasche (in ein Handtuch gewickelt) setzen. Es hilft aber auch eine Flasche mit Handwarmen Wasser zu füllen, in ein Handtuch zu wickeln und dem Igel an die Seite zu legen, wenn man keine Wärmflasche zur Hand hat.
Karton: In einen hohen Karton mit Zeitungspapier setzen.
Erst Pflege dann Futter: Bitte den Igel nicht füttern solange er nicht aufgewärmt ist. Sein Bäuchlein muss spürbar warm sein. Fliegeneier und Maden müssen erst abgesucht und entfernt werden bevor es zum fressen geht. Bitte NIEMALS Milch dem Igel anbieten. Weder Kuh noch Katzenmilch! Igel sind laktoseintolerant. Bitte nur Wasser und – falls nötig – etwas Katzen-Nassfutter (hoher Fleischanteil, ohne Getreide/Gelee) anbieten.
Pflegestelle kontaktieren: Zeitnah uns kontaktieren. Oft entscheiden Stunden über das Leben eines Igels.
🤝 Unterstütze unsere Pflegestelle
Die ehrenamtliche Igelhilfe ist zeitintensiv und mit hohen Kosten für Futter, Medikamente, Pflegeartikel und Zubehör verbunden. Da ich diese Arbeit privat, ehrenamtlich und aus Überzeugung leiste, freue ich mich über jede Form der Unterstützung.
So kannst du helfen:
Futterspenden: Wir benötigen ständig hochwertiges Katzen- oder Hunde-Nassfutter (mind. 60% Fleischanteil) sowie getrocknete oder lebende Futterinsekten
Sachspenden: Küchenrollen, Zeitungen (keine Hochglanzmagazine) werden immer gebraucht.
Patenschaften: Übernimm die Kosten für die medizinische Versorgung eines speziellen "Sorgenkindes".
Ein igelfreundlicher Garten: Die beste Hilfe ist Prävention! Lass Laubhaufen liegen, verzichte auf Mähroboter in der Dämmerung und stelle flache Wasserschalen auf.